| Ein abwechslungsreiches buntes Programm
erwartete die Besucher am Sonntag, den 20.07.03 in Salomes Oase in
Hohenwart. Kinder in farbenprächtigen Gewändern begeisterten am Nachmittag
mit ihren abwechslungsreichen und gekonnten Tänzen die Zuschauerschar, die
trotz großer Hitze gekommen waren. Graziös bewegten sie sich über die
Bühne und ernteten für Säbel- und Schleiertanz großen Applaus.
Unter dem Motto ein Marokkanisches Spektakel war für Jung und Alt den ganzen Nachmittag bis in den Abend hinein viel geboten. Nicht nur strahlender Sonnenschein versetzte einen in das Land an der Meerenge von Gibraltar sondern auch ein reichhaltiges Angebot von Speisen und Getränken nach Art des Landes. Zahlreiche Aufführungen ließen orientalische Stimmung aufkommen. In die Märchenwelt des Orients entführte die Schriftstellerin Ursula Hoffmann und keiner kam am echten aus Kamelhaar gefertigten Beduinenzelt vorbei ohne einen Blick hinein zu werfen. Exotisch bemalte Kindergesichter, die Ergebnisse aus dem Angebot des Kinderschminkens, waren bald auf dem ganzen Gelände zu sehen.
Der Losstand mit tollen Gewinnen für Jedermann war in Kürze abgeräumt. Eine laue Sommernaht bescherte den Gästen weiterhin gute Unterhaltung. Tänzerinnen bewegten sich im Einklan mit der orientalischen Musik und führten unter anderem die Tänze Lichtetanz und Trommelsolo auf. Das Beschallungsteam "Strola" sorgte dabei für den nötigen Background. Viele ließen sich das Nationalgericht Marokkos Couscous eine Mischung aus Gemüse und Lammfleisch gewürzt nach Tradition des Landes schmecken. Für Kunstliebhaber war die Gemäldeausstellung mit Impressionen von Nordafrika sehenswert. Ein Aquarell von Karin Utracefky stand dabei zur Versteigerung für den guten Zweck an und ging schnell an einen Höchstbietenden.
Für die Veranstalterin Marianne Fuchs die mit ihrem Ehemann Georg Fuchs zum ersten Mal eine Veranstaltung dieser Art durchzog, war der Erfolg mehr als überraschend. Insgesamt konnten 500 Besucher gezählt werden. Mit einem so großen Ansturm hatten beide eigentlich nicht gerechnet.
Was aber am erfreulichsten für die Organisatoren war zeigte sich beim Aufrechnen der Einnahmen und Ausgaben. Stolze 1.500,-- EUR Reinerlös gehen an behinderte Kinder in Marokko. 600 EUR stammen dabei von der Familie Fuchs selbst, die die Ausleihgebühr für das Beduinenzelt als Spende mit einbrachten. Der Reinerlös konnte aber nur erzielt werden, weil von den Tänzerinnen bis hin zu den Losverkäuferin dankenswerter Weise alle ohne Entgelt mitwirkten. Wie Marianne Fuchs versicherte, wird dieses Geld aber nicht über Umwege an die Bedürftigen gelangen.
Das Ehepaar will das Geld persönlich in Marokko verteilen. Für marokkanische Verhältnisse eine stolze Summe und das Vielfache eines Monatsverdienstes. Voraussichtlich im November dieses Jahres werden sie eine Reise antreten und in Rabat sich bei der Besichtigung von 6 Heimen, die alle ohne staatliche Hilfe auskommen müssen für die Verwendung des Geldes entscheiden.
Bericht aus der Hohenwarter Gemeindezeitung |
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